Feuerwehr Altdorf
Flüelerstrasse 32
CH-6460 Altdorf
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Altdorf

Altdorf, als Hauptort von Uri, liegt am nördlichen Ende des Kantons. Ca. 400 v. Chr. Das erste Mal nachgewiesen, ist das kleine Alpenstädtchen heute mit rund 9000 Einwohnerinnen und Einwohnern und einer Fläche von ca. 1000ha das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum von Uri. Die drei roten Balken im Altdorfer Wappen erinnern an die drei Dorfbrände von 1400, 1693 und 1799. Der Dorfkern mit seinen kulturhistorischen, aber auch zeitgemässen Bauten und dem charakteristischen Mauern verrät mit seiner Italianità auch die geschichtlich Nähe zum Süden. Etwa 530 Betriebe mit rund 6000 Arbeitsplätzen in Verwaltung, Dienstleistung und Industrie machen Altdorf zum Wirtschafszentrum von Uri. Viele Angebote in Tourismus und in der Kultur wie z.B. der Lernpfad „schutz.wald.mensch.“, das Hallenschwimmbad oder das Internationale Musikfestival Alpentöne lassen Altdorf auch als touristisches und kulturelles Zentrum erleben. Mit seiner zentralen Lage ist Altdorf Ausgangspunkt zu allen wichtigen Bevölkerungs- und Wirtschaftszentren der Schweiz und Europas.

 

Gründung (Feuerwehr bzw. Feuerwehrverein)

In der Jubiläumsfestschrift 125 Jahr Feuerwehrverein Altdorf ist zu lesen, dass beim letzten Dorfbrand im Jahr 1799 der Brand mit den damaligen Mitteln nicht zu kontrollieren war. Seit diesem Dorfbrand gab es auch Löschtrupps, welche mit der Feuerordnung von 1839 organisiert wurden. Wann die Feuerwehr erstmals im Einsatz war bzw. erwähnt wurde, ist zurzeit Arbeit der Historiker. 1875, im November, wurde aus den Reihen des „freiwilligen Steiger- und Löschkorps“ der Feuerwehrverein Altdorf Gegründet. Dieser Verein sollte nebst der Einsatzbereitschaft auch das gesellschaftliche Zusammensein der Feuerwehrleute fördern. 1886, am Tage der Schutzpatronin St. Agatha, hielt der Verein in der Pfarreikirche Altdorf zum ersten Male eine Gedächtnisfeier ab. Inzwischen wird diese jährlich stattfindende Feier im Kapuzinerkloster Altdorf oder in St. Martins Kirche Altdorf, vor der Generalversammlung, abgehalten. 1906, an der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehren, regten Kdt Furger und Adj Bucher zur Gründung eines urnerischen Feuerwehrverbandes an. Die Sektion Altdorf ist seit der Kantonalverbandsgründung 1907 dabei. 1979 wurde eine Vereinsfahne angeschafft. Als Fahnenpatenpaar wurde Lina Baumann und Fredi Schön ausgewählt. Als Patensektion stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Seedorf zur Verfügung. 2005 zählte der Verein 184 Mitglieder. Der Bestand der Mitglieder ist in Aktive (72), Passive (27) und Ehrenmitglieder (85) unterteilt. Die Hauptanlässe sind Generalversammlung, Familienabend und Familienausflug.

 

Die Feuerwehr im Jahr 2009

Die Feuerwehr hat einen aktuellen Bestand von 108 Feuerwehrleuten. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: 92 Personen, davon 5 Frauen, in Altdorf und 16 AdF auf den Eggbergen. In Altdorf bekleiden 9 Offiziere und 23 Unteroffiziere die Ämter im Kader.

Wir sind in der glücklichen Lage, dass uns modernes Material und seit dem Herbst 1986 ein ebenso ideales Lokal zur Verfügung stehen. Dort können unsere 3 grossen Fahrzeuge optimal garagiert werden. Nebst den „grossen“ Fahrzeugen können wir auf ein Klein-TLF (1400 l Wasser) und 4 weitere Mannschafts- und Materialfahrzeuge zählen. Für den heutigen Einsatz stehen uns 27 Pressluftatmer, übliches Leiternmaterial, ein Ölwehranhänger, ein gutes Waldbrandbekämpfungssortiment (dazu ein 48`000 l Becken), ein Sprungretter u.v.m. zur Verfügung. Das Materialdepot Eggbergen ist mit dem nötigen Ersteinsatzmaterial ausgerüstet. Dem Korps gehören 4 Feuerwehrinstruktoren an.

Mit dem Gemeinderat bzw. der Feuerwehrkommission haben wir eine gute Zusammenarbeit. Unsere Arbeit zum Wohl der Bevölkerung wird geschätzt.

 

Markante Einsätze

Altdorf wurde, wie eingangs erwähnt immer wieder durch verschiedene Ereignisse heimgesucht.

In den vergangenen Jahren war immer wieder das gesamte „Handwerk“ gefragt!

Zu den üblichen Bränden war oft auch ein Ausrücken wegen Kehrichtbränden (vor 1973; Attinghausen, Seedorf), Wassernot, Teerfass-Explosion (EWA), Schneedruck und vielen anderen „Kleinigkeiten“ nötig. Nebst diesen „üblichen“ Fällen beschäftigte man sich schon im Jahre 1974 mit einem Chlorgas-Unfall (Unterschächen). In der jüngeren Zeit wurden die Einsätze nicht grundlegend anders. Dazu kamen jedoch vermehrt Einsätze im Bereich Hochwasser bzw. Überschwemmungen infolge starker Regenfälle oder auch Brandmeldeanlage, z.T. ausgelöst durch „Nachtbuäbä“!

Grosseinsätze wie der Brand des Kulturhauses Moosbad (20./21. März 1913), der Dätwyler-Gummifabrik (Mai 1963), dem Raststättenbrand (Juli 1994) und des Kaufhauses Hauser (Februar 1995) forderten die Einsatzkräfte.